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Die Geschichte des Velderhofs

Tempora mutantur - Zeiten ändern sich!

 

Heinrich Josef Velder ( 1817 – 1897 ) konnte kaum ahnen, welche Ausstrahlung heute von dem Gelände ausgeht, das er einst als Bürgermeister von Nettesheim (heute ein Ortsteil der Gemeinde Rommerskirchen) und Landwirt auf dem Lommerzhof rekultivierte. Mit gutem Beispiel vorangehend, rodete er um die Mitte des 19. Jahrhunderts im südlichen Zipfel seiner Gemeinde Brach- und Huteland, um neues Ackerland für die Erzeugung von Nahrungsmitteln zu gewinnen.

 

Hungersnöte nach den napoleonischen Kriegen und Missernten vor ca. 150 Jahren drängten zu solchen Maßnahmen. Der preußische Staat unterstützte die Entwässerung und Meliorisierung dieses Geländes; erste Gräben waren von Stommeln aus in die Broichgebiete Richtung Norfbach gezogen worden.

 

Bodendenkmalpflegerische Maßnahmen, die vor Errichtung des Golfplatzes durchgeführt wurden, lassen vermuten, dass vor der Neuerschließung durch den Gründer des Velderhofes zuletzt die Römer in diesem Landstrich Ackerbau betrieben hatten. Bei diesen Untersuchungen wurden auch ein Beil und Faustkeile aus steinzeitlicher Besiedlung gefunden.

 

Während der letzten 150 Jahre wurden diese nicht allzu guten Böden landwirtschaftlich bearbeitet. Noch in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts waren auf dem Hof achtzehn Mitarbeiter beschäftigt, die rund 130 ha  Ackerfläche bewirtschafteten. Diese Fläche bildet heute den Grundstock für das Golfplatzgelände.

 

Dem  Architekten des Golfplatzes, Dieter R. Sziedat, ist es gelungen, in die geschützte Auenlandschaft einen sportlich fairen 27 Loch Golfcourse zu integrieren, dabei mussten vielfältige Auflagen des Landschaftsschutzes erfüllt werden. Die Golfbahnen folgen den alten Linien, die der Rhein vor Jahrtausenden in die Landschaft gezogen hat.

 

Eingerahmt werden diese von den vorhandenen Waldinseln der teilweise noch ursprünglichen Vegetation. Die Anatomie des Platzes wächst mit Wellen und Hügeln aus dem Terrain heraus und betont so einen Charakter, der mit der Großzügigkeit des Geländes zusammenspielt. Unterstützt durch die Bepflanzung, dominieren mit offenen Flächen verschiedene Rasen- und Wiesenarten das Erscheinungsbild. Ursprüngliche und wiederbelebte Mulden der alten Rheinarme bilden reizvolle Wasserhindernisse für den Golfer.

 

Das als historisches Denkmal geschützte fränkische Hofgeviert von ca. 1847 –der Velderhof- wurde 1998/1999 nach den Plänen des Architekten Dipl. Ing. Werner K. Blum zum Clubhaus des Golf & Country Club Velderhof e.V. umgebaut. 

 

Die ehemalige Scheune birgt heute das Sekretariat, den  Pro Shop und einen großzügigen Eingangsbereich, der u.a. für Empfänge und Kunstausstellungen genutzt wird. Geräumige Umkleiden für Damen und Herren wurden im Obergeschoss integriert.
Zum Entspannen und Sammeln neuer Kräfte steht eine Wellness-Sauna zur Verfügung.

 

Das Restaurant ist im nahezu unveränderten alten Pferdestall und einem beim Umbau neu errichteten Pavillon eingerichtet.